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Wohl kaum eine Landschaft Spaniens vereint so viel Gegensätzliches wie Andalusien. Reiseprospekte werben vor allem mit Sonne, Sangria, Stierkampf und Flamenco. Nachdem ich vor Jahren die zugebaute Costa del Sol und die mit Plastikplanen bedeckten Tomatenplantagen bei Almeria durchreist habe, wählte ich bei dieser Reise die Fahrt durch das karge Hinterland. Hier eröffnete sich ein völlig anderes Andalusien. Andenkenläden mit kitschigen Flamencopuppen sucht man hier vergebens. Dafür findet man Nationalparks, Gebirge, Wüste, Wälder, Flüsse, Schluchten und das grösste zusammenhängende Olivenanbaugebiet der Welt. Die Städte Sevilla, Cordoba und Granada locken mit grossartigen maurischen Bauwerken. Leider blieb uns für all diese interessanten Dinge auf dieser Rundfahrt keine Zeit mehr. Unbarmherzig mahnte das Urlaubsende zur Weiterfahrt. So habe ich das genossen, was die zu fahrende Strecke auf der Durchreise zu bieten hatte.

Das kochend heisse Land hat mich fasziniert. Zum Ende des Sommers waren auch die letzten Gräser verdorrt und alles erschien in ocker, rot oder Brauntönen. In dieser Landschaft wirkten die strahlend weissen Dörfer fast unwirklich.
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Später fuhren wir stundenlang durch Olivenplantagen. Langeweile stellte sich jedoch nicht ein. Die Landschaft hatte immerhin 3 Farben: blau für den Himmel, ocker für den Boden und silbrig-grün für die Oliven! Dazwischen hin und wieder ein weisses Dorf. Mal in der Ebene, ein anderes Mal auf einem Hügel. Mit mehr Zeit hätte mir das für mehrere Tage genügt.

Erst nachdem ich einen kompletten Tag nur durch Olivenhaine gefahren war, bekam der Begriff  “Grösstes zusammenhängendes Olivenanbaugebiet der Welt” eine begreifbare Dimension.

Unglaublich, wie viele Farbtöne Erde und Fels haben kann. Ebenso unglaublich wie verschieden Steine und Hügel geformt sein können. Mehr Eindrücke von der Fahrt durch diesen Backofen gibt es im Reisebericht 24/25.