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Portugals Hauptstadt glänzt durch ungeheure Vielfalt. Diese Stadt hat viele Gesichter und so viel Interessantes zu entdecken, dass man alleine hier schon 2 Wochen Urlaub verbringen könnte ohne sich zu langweilen. Ich konnte Stunden damit verbringen am Tejo zu sitzen und einfach nur die Atmosphäre zu geniessen. Die Baixa lockt mit unzähligen kleinen Läden und gemütlichen Cafés. In Belem wird die Zeit grosser Entdecker lebendig, in der Alfama mit ihren verwinkelten Gassen scheint man sich ständig verirrt zu haben und im Park der Nationen, dem ehemaligen Expogelände wartet moderne, aber phantasievolle Architektur auf den Besucher. Daneben gibt es Prachtboulevards, Gärten und eine Vielzahl an Museen. Mehr Lissabon gibt es in Reisebericht Nr. 17.

Blick von der Baixa durch den Triumphbogen “Arco Triunfal da Rua Augusta”.
Die Strassen der Baixa bilden ein rechtwinkliges Raster. Hier kann man durch exquisite wie originelle Läden stöbern oder das bunte Treiben aus einem der vielen Strassencafés beobachten. 

Da ich vergleichbares noch nirgendwo gesehen hatte, war ich sehr beeindruckt von diesem Aufzug. (Elevador de Santa Justa)
Dieser Aufzug ist Bindeglied zwischen Ober- und Unterstadt. Leider war bei meinem Besuch der Ausgang zum Chiado wegen Renovierung gesperrt. Die Fahrt zur Aussichtsplattform war jedoch möglich. Der Blick über die Baixa, Alfama und natürlich auf den Tejo war wunderbar. Allein dafür hat sich die Fahrt nach oben gelohnt.

Keinen Stadtteil Lissabons habe ich mit soviel Spannung erwartet wie die berühmte ALFAMA. Dieser Stadtteil besteht aus so vielen verwinkelten Gässchen und Treppen, das ich fast Angst hatte nicht wieder hinaus zu finden. Wir stiegen Gassen hinauf, die so schmal sind, dass die Bewohner der einen Strassenseite den Nachbarn gegenüber die Hand reichen können. Bei manchem Blick in einen Flur oder ein Zimmer grauste es mich, beim nächsten war ich erstaunt über die aufgeräumte Sauberkeit hinter einer maroden Fassade. Fast schämte ich mich dafür, dass mich dieses Gewirr von Gassen und Armut fasziniert, wollte ich doch hier um nichts in der Welt leben.
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Der zweite Tag in Portugals Hauptstadt führte uns nach Belem, dem Ortsteil, an dem Portugals grosse Seefahrergeschichte begann. In Belem befinden sich so viele Sehenswürdigkeiten, dass ein einziger Tag nicht wirklich ausreicht. Selbst ständig fernwehkrank, habe ich mich an unserem Tag in Belem vorrangig mit den Zeugnissen der grossen Entdeckungen beschäftigt.

Gleich am Ufer des Tejo, von weitem sichtbar erinnert das “Padrao dos Descobrimentos” (Denkmal der Entdeckungen) an Portugals grosse Seefahrerzeit. Das 52 Meter hohe Monument stellt eine stilisierte Karavelle dar. An der Spitze steht Heinrich der Seefahrer, gefolgt von Seeleuten, Gelehrten, Mönchen, Kartographen und Dichtern.

Oben auf dem Turm befindet sich eine Aussichtsplattform, von welcher man einen schönen Blick auf Belem sowie auf die riesige Weltkarte vor dem Denkmal hat.
Das Mosaik mit der Windrose und der Karte ist so riesig, dass ich es unten auf dem Platz nicht bemerkt hatte. Erst der Blick von oben eröffnete die ganze Pracht.

Die Festung “Torre de Belem” befand sich einst auf einer Felseninsel des Tejo. Durch das gewaltige Erdbeben von 1755 änderte der Tejo seinen Lauf, wodurch das Bauwerk seine Insellage einbüsste.
Der 1515-1521 erbaute Festungsturm diente der Verteidigung der Tejomündung und ist heute vielleicht das am meisten fotografierte Bauwerk Lissabons.
Überrascht hat mich der Baustil. Ähnliches sah ich nirgendwo in Europa. Dieser Stil entwickelte sich in Portugal unter König Manuel I. und ist beeinflusst von Eindrücken und Elementen, die von den Seefahrern aus anderen Teilen der Welt mitgebracht wurden.

Das Hieronymitenkloster ist ein Meisterwerk manuelinischer Baukunst. Es wurde nach der Rückkehr Vasco da Gamas aus Ostindien an der Stelle begonnen, wo er am Abend vor dem Aufbruch 1497 gebetet haben soll. Der Seeweg nach Indien brachte Portugal unermesslichen Reichtum. Im Westflügel dieses ehemaligen Klosters befindet sich das sehenswerte Marinemuseum.  Ich bin nicht gerade ein Museumsliebhaber, doch kann ich jedem nur einen Besuch im Marinemuseum empfehlen. Hier wird Seefahrergeschichte lebendig! Es gibt zahllose wunderschön gearbeitete Schiffsmodelle aller portugiesischen Schiffstypen. Daneben sind alte Navigationsgeräte und Originalteile alter Schiffe ausgestellt. Besonders beeindruckt hat mich die Sammlung wunderschöner Bilder. Selten sah ich so viele herrliche Bilder in nur einer Ausstellung. Allein dafür hätte sich der Besuch gelohnt!

Die Klosterkirche konnte ich bei meinem Besuch nur teilweise besichtigen, da gerade eine Hochzeit stattfand. Auffallend ist das aufwendige Netzgewölbe welches von scheinbar sehr zierlichen Säulen getragen wird. In dieser Kirche befindet sich auch der Sarkophag von Vasco da Gama, vor dem ich lange verweilte.
Mehr zu Belem und den beschriebenen Bauten sowie meine persönlichen Gedanken die mich dort bewegten befindet sich im Reisebericht Nr. 18.

Am letzten Tag in Portugals faszinierender Hauptstadt haben wir uns für das neue, moderne Lissabon entschieden. Wir besuchten den “Park der Nationen”, ehemalige Expo `98.
Das Gelände empfängt uns mit einem modernen Einkaufszentrum, dass trotz sehr moderner Architektur nicht steril oder kalt wirkt. Wie der Aussichtsturm rechts trägt es den Namen des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt VASCO DA GAMA.
Bewegen Sie den Mauszeiger über das Bild, dann sehen Sie die Aussicht vom Turm in Gegenrichtung.
Der ganze Park ist sehr ansprechend gestaltet. Es machte mir grossen Spass, dort einen ganzen Tag zu verbringen. Höhepunkt war das Ozeanarium, Europas grösstes Aquarium. Es war ein einmaliges Erlebnis, das zu beschreiben nicht einfach ist. In Reisebericht Nr. 19 habe ich dennoch den Versuch gewagt.

Zum Ende dieser Lissabon Seite möchte ich noch die riesige Brücke “Ponte Vasco da Gama”. präsentieren. Das Foto unten zeigt nur einen kleinen Ausschnitt dieser über 17 km langen!!! Brücke. Diese beeindruckende Länge verdeutlicht die Dimensionen des Flusses Tejo, den sie überspannt.